Stoffentwicklung und Filmdramaturgie

Kategorie: Drehbuch (Seite 1 von 2)

Workshop Stoffentwicklung: Neue Termine im Herbst

Einen Tag lang besprechen wir in einer kleinen Gruppe Eure Stoffe. Egal, ob Pitch, Exposé oder Treatment, egal, ob Kurzfilm oder Spielfilm, jedes Entwicklungsstadium Eures Stoffes und jedes Format ist willkommen. Eine Woche vor dem Termin bekomme ich die Stoffe und versende sie an die anderen Autor:Innen, damit alle alle Texte gelesen haben.

Jeder Stoff wird von den Autor:Innen kurz vorgestellt, dann haben wir bis zu 90 Minuten Zeit, um den jeweiligen Stoff zu diskutieren: Thema, Figuren, Plot, Zielgruppe und vieles mehr. Nicht nur die leitende Dramaturgin, sondern auch die anderen vier Teilnehmer:Innen bringen ihre Fragen und Anregungen ein, um die Stoffe weiterzuentwickeln.

Termine:  Samstag, den 18.9.2021, und Samstag, den 13.11.2021, jeweils von 10 bis 18 Uhr in den Räumen des Filmbüros Bremen, Hinter der Holzpforte 1.

Die Teilnehmer:Innen bewerben sich mit einem Pitch, Exposé oder Treatment und einer Kurzbio/filmografie für den Workshop. Deadline für die Bewerbung im September ist der 1.9.21. für den November der 1.11.21. Eine Woche vor dem Workshop erhalten die Teilnehmer:Innen eine endgültige Bestätigung und Informationen über die entsprechenden Corona-Regeln. Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt 60 € (Filmbüro Mitglieder 50 €).

Regina Weber arbeitet nach ihrer Zeit als Redakteurin (ARD, ZDF) als freiberufliche Film- und Fernsehdramaturgin in Bremen und hat zahlreiche Serien, TV-Spielfilme und Kinostoffe lektoriert und dramaturgisch begleitet. Sie ist Mitglied im Verband für Film- und Fernsehdramaturgie e.V., VeDRA  www.dramaturgenverband.org/profil/regina-weber und www.skriptreif.de

Die Bewerbung für die Workshops ist  ab sofort möglich und erfolgt über das Filmbüro Bremen, Saskia Wegelein: wegelein@filmbuero-bremen.de .

Sommernews

Kurz vor dem Beginn der Sommerferien noch ein paar interessante Neuigkeiten aus der dramaturgischen Praxis und aus meinem Leben als Leserin:

  • Wer wissen will, was in der Fiktionabteilung des ZDF los ist, lese das sehr spannende und aufschlussreiche Interview mit dem Leiter der Hauptredaktion I für Serie/ Fernsehfilm, Frank Zervos, im Medienmagazin DWDL. Vor allem, was die Zusammenarbeit mit jungen AutorInnen und kleinen Produktionsfirmen angeht, eine „Aufforderung zum Tanz“, würde ich sagen!
  • Die von mir sehr verehrte Schauspielerin Meryl Streep ist gerade erstaunliche 70 Jahre alt geworden, in der Südeutschen Zeitung findet sich eine „Würdigung“ von Tobias Kniebe, die ihr und ihrem Können und ihrer feministischen Haltung gerecht wird.
  • Anlässlich des Münchner Filmfests, das gerade stattfindet, ist ein neuer „VeDRA – Wendepunkt“ erschienen, die 44. Ausgabe der Zeitschrift des Dramaturgenverbands, mit dem Themenschwerpunkt „Stoffentwickung“ und einem sehr lesenswerten Beitrag von Timo Gößler und Katrin Merkel zur deutschen Variante des Writer’s Room.
  • Für alle Bremer und Bremerinnen interessant ist die aktuelle Aussschreibung vom Bremer Literaturkontor und dem Senator für Kultur für das Bremer Autorenstipendium. Leider ist die Kategorie „Drehbuch“ diesmal nicht dabei, aber für alle, die einen literarischen Text in der Schublade haben, gilt die Aufforderung, bis zum 19. August einzureichen. Viel Glück!
  • Apropos Sommerferien. Das sind die Bücher, die ich in den Sommer mitnehme: David Sedaris „Wer’s findet, dem gehört’s“ (Tagebauaufzeichnungen seines verrückten Lebens); Jean-Luc Bannalec „Bretonisches Vermächtnis“ (ein liebgewordenes Ritual in jeden Sommerferien seit acht (!) Jahren, jeden Sommer ein neuer Krimi); Johann Harstad „Max, Mischa und die Tetoffensive“ (viel zu dick, um es im Alltag zu schaffen) und Georg Möller „Und immer wieder mein Garten … Schriftstellerinnen über ihre besondere Beziehung zum Garten“ (wenn mir nur noch nach Blättern und Fotos ansehen ist, weil ich bereits tiefenentspannt bin …).

Bleibt mir nur noch allen einen schönen Sommer zu wünschen!

Drehbuchkurse aktuell

Workshop Stoffentwicklung

Einen Tag lang besprechen wir in einer kleinen Gruppe Eure Stoffe. Egal, ob Pitch, Exposé oder Treatment, egal, ob Kurzfilm oder Spielfilm, jedes Entwicklungsstadium Eures Stoffes und jedes Format ist willkommen. Eine Woche vor dem Termin bekomme ich die Stoffe und versende sie an die anderen Autoren, damit alle alle Texte gelesen haben.

Jeder Stoff wird vom Autor kurz vorgestellt, dann haben wir bis zu 90 Minuten Zeit, um den jeweiligen Stoff zu diskutieren: Thema, Figuren, Plot, Zielgruppe und vieles mehr. Nicht nur die leitende Dramaturgin, sondern auch die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen bringen ihre Fragen und Anregungen ein, um die Stoffe weiterzuentwickeln.

Termin:  NEUE TERMINE Samstag, den 16.11. 2019, 26.10.2019 und 15.2.2020 jeweils von 10 bis 18 Uhr

Ort: Filmbüro Bremen, Hinter der Holzpforte 1

Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt 60 €. Für Mitglieder des Filmbüros: 50 €.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich und erfolgt über das Filmbüro Bremen, Saskia Wegelein: wegelein@filmbuero-bremen.de

Kreatives Drehbuchschreiben – Die Grundlagen

Mehr als jedes andere Schreiben ist Drehbuchschreiben Handwerk. In diesem Basis – Seminar für Einsteiger werden wir folgende Fragen beantworten: Welche Geschichte will ich erzählen? Wie entwickle ich glaubwürdige Figuren? Wie funktioniert die Drei-Akt-Struktur?  Wie entwerfe ich eine Szene? Wie funktionieren gute Dialoge? Was ist ein Pitch, ein Exposé, ein Treatment? Und wie kann man diese Formen erfüllen und dabei seiner eigenen Vision der Geschichte treu bleiben?

Termin:  Samstag, den 29. September, 10 bis 18 Uhr (ausgebucht) und 23. Februar 10 bis 18 Uhr

Ort: Filmbüro Bremen, Hinter der Holzpforte 1

Kosten: 60 €. Für Mitglieder des Filmbüros: 50 €.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich und erfolgt über das Filmbüro Bremen, Saskia Wegelein: wegelein@filmbuero-bremen.de

Treatment.lab

Wie schreibe ich ein Treatment, mit dem ich mich für eine Filmförderung oder bei einer Produktionsfirma bewerben kann? Die Drehbuchidee liegt vor. Ziel des Treatment.lab ist die Erstellung eines aussagekräftigen Treatments, das bei einer Produktionsfirma oder bei einer Filmförderung eingereicht werden kann. Das Treatment.lab ist geeignet für alle, die an ihren eigenen fiktionalen Stoffen arbeiten und Lust haben mit gezielter dramaturgischer Unterstützung in der Gruppe ihren Stoff weiter zu entwickeln.

Die Stoffe der Teilnehmer stehen im Mittelpunkt und werden individuell begleitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Stoffe werden in der Gruppe zur Diskussion gestellt. Nicht nur die leitende Dramaturgin, sondern auch die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen bringen ihre Fragen und Anregungen ein, um die Texte der anderen weiterzuentwickeln. Zwischen den drei Terminen bleibt Zeit, um an den eigenen Stoffen zu arbeiten. Am Ende des Workshops werden die Stoffe der Teilnehmer im Rahmen einer Veranstaltung des Filmbüros einem breiteren Publikum vorgestellt.

Die Teilnehmer bewerben sich mit einem Pitch oder einer Idee (1 S.), einer Probeszene (2 S.)  und einer Kurzbio/filmografie. Arbeitsproben, Filmproben oder Links können gerne mit eingereicht werden. Die Auswahl der Teilnehmer und die Zusammenstellung der Gruppe aus maximal vier Teilnehmern erfolgt durch das Filmbüro und die leitende Dramaturgin Regina Weber.

Termine:  jeweils Samstag, 10 bis 18 Uhr in den Räumen des Filmbüro Bremen, Hinter der Holzpforte 1, werden vergeben, sobald vier Bewerbungen vorliegen

Die Anmeldung erfolgt über das Filmbüro Bremen, Saskia Wegelein. wegelein@filmbuero-bremen.de

Serienhighlights: The A-Word

„The A-Word“ ist eine britische Familienserie (BBC, 2016), aber nicht harmlos-heiter, wie man es von deutschen TV-Serien gewöhnt ist. Nicht harmlos, denn hier geht es um etwas. Familie Hughes muss feststellen, dass ihr fünfjähriger Sohn Joe nicht nur ein bisschen anders ist als die anderen Kinder im Dorf. Seine fehlenden sozialen Fähigkeiten, seine spärlichen Reaktionen, seine Schweigsamkeit – all das lässt sich nicht mehr länger verstecken. Bis zum ersten Mal das vor allem in den Ohren der Mutter böse „A-Word“ (Autismus) fällt, vergeht eine Weile. Denn die Eltern sind natürlich die letzten, die verstehen, was mit Joe los ist. Statt heiter ist der Humor in dieser Serie abgründig, eher von der Sorte: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ (Wilhelm Busch).  Aber gerade das macht die Serie so unwiderstehlich.

 

„The A-Word“ ist eine Adaption der israelischen Serie „Yellow Peppers“ von Keren Margalit. Drehbuchautor Peter Bowker („Dr. Monroe“, ebenfalls absolut sehenswert!) hat selbst viele Jahre Kinder mit Lernschwierigkeiten betreut, er arbeitet gerne an Themen, die ihm am Herzen liegen. Und diese Authentizität merkt man der Serie in jeder Minute an.

Jede Folge beginnt mit dem immer gleichen Anfangsbild, der fünfjährige Joe geht mit Kopfhörern und einem Spielzeug in der Hand auf einer menschenleeren Straße, die durch eine raue, bergige Landschaft führt. Die Serie spielt im Lake District, in Cumbria. Diese karge und unwirtliche Landschaft bildet den dramatischen Background für die Serie und für die Entwicklung dieser Familiengeschichte.  Wir hören die Musik aus Joes Kopfhörern, oft einen seiner Lieblingssongs: „World, shut your mouth.“  Ein blauer Bulli kommt dem Kind entgegen und freundliche Menschen sammeln ihn auf und nehmen ihn mit zurück zum Haus seiner Eltern.

Die Musik und seine Kopfhörer haben eine existentielle Bedeutung für Joe. Joe kann alle Songs auswendig, er ist ein wandelndes Poplexikon. Sein Vater singt mit ihm und kann ihn beruhigen über die Songs, die sie gemeinsam so gut kennen. Die Kopfhörer sind sein Schutz gegen eine Welt, die er nicht versteht. Durch die Musik ist Joe mit der Welt verbunden und gleichzeitig schottet er sich ab, er hört die Geräusche der Welt nicht mehr und ist für sich.

Die Welt, das ist für den fünfjährigen Joe erst mal seine Familie.

Joes Mutter Alison ist schrecklich bemüht, aber sie begreift gar nichts, sie findet keinen Zugang zu ihrem Sohn. Sie hält es kaum aus, einen nicht „normalen“ Sohn zu haben. Sie zwingt Joe immer wieder zu Dingen, die ihn überfordern, und versucht ihn zu manipulieren. Ihr geht es immer nur um sich selbst, nicht wirklich um Joe. Sie kämpft wie eine Löwin, aber sie will vor allem, dass die anderen z.B. die Therapeutin oder Maya, die Babysitterin, für ihren Sohn da sind.

Joes Vater Paul hat einen Draht zu seinem Sohn gefunden, sie verbinden sich über die Musik, aber viel weiter geht sein Verständnis nicht, außerdem hat er noch ganz andere Sorgen. Er baut gerade sein eigenes Restaurant auf und überhebt sich dabei nicht nur finanziell.

Joes ältere Schwester Rebecca nimmt Joe, wie er ist, aber sie kommt in der Familie quasi nicht mehr vor, weil alles um Joe kreist.

Babysitterin Maya hat alles, was Joes Mutter nicht hat. Sie lässt ihn sein, wie er ist, sie findet eine eigene Sprache mit ihm. Als sie weggeht, wird das besonders deutlich: Sie spielt ihm ihre Musik vor und singt mit ihm, das ist ihr Abschied. Und der Blick der Mutter lässt ahnen, dass sie weiß, dass Maya etwas kann, was sie selbst nicht fertig bringt.

Joes Onkel Eddie ist gerade zurück aus der Großstadt, um die Familienbrauerei zu übernehmen, aber niemand traut ihm das wirklich zu. Als er zufällig die pubertierende Rebecca mit ihrem Freund erwischt, fühlt er sich fortan für sie verantwortlich, weil niemand sonst sich gerade interessiert für das, was sie macht.

Seine Frau Nicola hatte gerade eine Affäre mit einem anderen Mann, ihr Rückzug aufs Land ist auch ein Versuch, ihre Ehe zu retten. Sie ist Ärztin und die einzige, die Joe von Anfang an richtig einschätzt, was erst mal keiner hören will.

Joes Opa Maurice hat die Leitung der Brauerei abgegeben, funkt seinem Sohn Eddie aber immer noch dazwischen. Er liebt Joe, aber großes Einfühlungsvermögen ist nicht seine Sache. Er hatte seit dem Tod seiner Frau keinen Sex mehr, dafür geht er extrem viel joggen. Als er von seiner Musiklehrerin gefragt wird, ob er ihre sexuellen Bedürfnisse erfüllen kann, beginnt für ihn eine ganz neue Erfahrung.

In der dritten Folge kommt die neue Therapeutin von Joe, Maggie, in die Familie, um mit allen zu sprechen. Sie versammelt alle Familienmitglieder um einen Tisch. Und diese Gruppensitzung wird zum Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung der Familie. Nicht Joe, sondern alle anderen Familienmitglieder geraten auf den Prüfstand und Maggie legt die verschütteten Konflikte bloß. Joes Onkel fasst das Ergebnis zusammen: „So if Joe is ever going to communicate, we need to learn how to communicate ourselves.“

Und das beschreibt den Kern der Serie: es geht darum, wie in Familien miteinander kommuniziert wird oder vor allem nicht oder aneinander vorbei kommuniziert wird. Und die Situation von Familie Hughes mit ihrem autistischen Sohn ist nur eine außergewöhnliche, überspitzte Variante von all dem, was auch im normalen Leben passiert. Die Kunst ist, dass es dieser Serie  gelingt, diese Besonderheit in etwas Normales zu verwandeln. Man braucht keine autistischen Kinder zu haben, um die Konflikte in dieser Familie nachzuvollziehen.

Ich habe die Serie zufällig in der Bremer Stadtbibliothek entdeckt, für alle Nicht-Bremer die gute Nachricht, dass die DVD für 10,27 € auf Amazon erhältlich ist. Allerdings nur im englischen Original, aber mit Untertiteln geht es! Die zweite Staffel wird jetzt gerade in England ausgestrahlt und erscheint hoffentlich bald auf DVD.

Workshop Stoffentwicklung

Einen Tag lang besprechen wir in einer kleinen Gruppe Eure Stoffe. Egal, ob Pitch, Exposé oder Treatment,  egal, ob Dokumentarfilm, Kurzfilm oder Spielfilm, jedes Entwicklungsstadium Eures Stoffes und jedes Format ist willkommen. Eine Woche vor dem Termin bekomme ich die Stoffe und versende sie an die anderen Autoren, damit alle alle Texte gelesen haben.

Jeder Stoff wird vom Autor kurz vorgestellt, dann haben wir bis zu 90 Minuten Zeit, um den jeweiligen Stoff zu diskutieren: Thema, Figuren, Plot, Zielgruppe und vieles mehr. Nicht nur die leitende Dramaturgin, sondern auch die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen bringen ihre Fragen und Anregungen ein, um die Stoffe weiterzuentwickeln.

Termin:  Freitag, den 25.8.2017, von 10 bis 18 Uhr (ausgebucht!)

ZUSATZTERMIN: Samstag, den 16. 9.2017 von 10 – 18 Uhr

Ort: Filmbüro Bremen, Hinter der Holzpforte 1

Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt 50 € . Mitglieder des Filmbüros erhalten eine Ermäßigung.

Die Anmeldung  ist ab sofort möglich und erfolgt über das Filmbüro Bremen, Saskia Wegelein: wegelein@filmbuero-bremen.de

 

 

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